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Rezension: "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan


Allgemeine Informationen

Originaltitel:Every Day
Verlag:Fischer FJB
aus dem Amerikanischen von:Martina Tichy
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum Erstausgabe:24. März 2014
Hier kaufen:Hardcover
eBook
Hörbuch:Argon
Gelesen von:Adam Nümm


Inhalt

"»Jeden Tag bin ich jemand anders. Ich bin ich - so viel weiß ich - und zugleich jemand anders. Das war schon immer so.«

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?"

Wirkung

Als ich das Buch vor fast zwei Jahren in den Verlagsvorschauen entdeckt hatte, wollte ich es sofort haben. Und zwar ohne zu wissen um was es in der Geschichte eigentlich geht. Ich wollte das Buch nur wegen dem Cover haben, weil ich den Farbverlauf im Titel und den Kontrast zu den vielen verschiedenen Gesichtern in schwarz/weiß genial fand. Mich hat das Cover sofort fasziniert. Ich liebe es einfach, wenn Bücher sofort ins Auge stechen und noch dazu schöne Farben enthalten. Als es erschienen ist, wollte ich es sofort kaufen, jedoch nicht ohne Grund. Kurz vor Ostern 2014 habe ich mir das Buch als Ostergeschenk von mir an mich gekauft. Eigentlich wollte ich es sofort lesen, da ich wirklich nur Gutes darüber gehört hatte und es total in den Himmel gelobt wurde. Es ist jedes Mal aufs Neue in meine geplante Leseliste für den nächsten Monat gewandert und nie habe ich es geschafft. Bis jetzt! Den Klappentext habe ich in den eineinhalb Jahren sehr oft gelesen, weshalb ich irgendwann angefangen habe, mir eine Geschichte dazu zu überlegen. Ich war irgendwann sicher, dass die Geschichte genau so ablaufen wird.

Meine Meinung

Das Buch lag sehr lange ungelesen bei mir zu Hause rum, wieso weiß ich leider selbst nicht. Jeden Monat ist es aufs neue auf meine geplante Leseliste gewandert und jeden Monat hatte ich einen anderen Grund, wieso ich es schon wieder nicht geschafft habe zu lesen. Irgendwann ist das Buch bei mir auch ein bisschen in Vergessenheit geraten, bis es für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert wurde. Zu dem Zeitpunkt habe ich dann beschlossen, dass ich dieses Buch jetzt unbedingt lesen muss.

Gleich im ersten Kapitel geht es im Körper einer neuen Person los, man erfährt erst nach und nach was vorher war und wie sich A mit seiner Situation fühlt. Und genau das finde ich super, denn so hat man gleich zu Anfang das Gefühl, dass man weiterlesen muss, um alles zu erfahren. Wenn man gleich am Anfang alle Details aus seinem Leben gewusst hätte, würde man nur noch auf den nächsten Tag warten, ohne zu wissen, wie sehr ihn das Ganze gestört hat. Trotz allem versucht er die Leben der Personen genauso weiterzuleben, wie sie selbst es getan hätten, damit diese nicht merken, dass ein "Eindringling" in ihrem Körper ist.

Erst als er Rhiannon trifft, wirft er seinen täglich Plan über den Haufen und bricht all seine Regeln auf einmal. Er weiß nicht wieso er das macht, aber das Mädchen hat ihn vom ersten Moment an begeistert. Die Liebesgeschichte von den Beiden, ist ganz anders als man sich das überhaupt vorstellen kann, denn A ist jeden Tag ein anderer Mensch und Rhiannon muss deswegen jeden Tag jemand anderen lieben. Zwar nur vom Äußerlichen her, denn er ist an und für sich trotzdem jeden Tag die selbe Person, ich stelle mir das jedoch richtig schwer vor. Außerdem weiß er nie wo er gerade aufwacht, er kann auch etliche Stunden von ihr entfernt leben, sodass er nicht weiß, ob er überhaupt zu ihr fahren kann. Er kann auch nie neben ihr einschlafen, denn am nächsten Morgen wäre die ursprüngliche Person wieder in dem Körper.

Aber das Schönste an diesem Buch finde ich eigentlich die Message, denn A kann sowohl in dem Körper eines Jungen, als auch in dem Körper eines Mädchen aufwachen. Ihm ist das egal und er liebt Rhiannon immer gleich, egal ob er ein Mädchen oder ein Junge ist. Sie hat allerdings Schwierigkeiten damit, die ich total verstehen kann.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Kapitel sind immer unterschiedlich lang, da es sich bei einem Kapitel immer um einen Tag aus As Leben handelt. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass ein Kapitel nur eine Seite lang ist, wenn an diesem Tag nichts weiter passiert ist.

Außerdem kommt noch ein viel schlimmeres Problem hinzu, dass natürlich nicht aufgeklärt wurde. Somit kann ich nur gespannt auf den nächsten Teil warten, um herauszufinden, wie es mit A und Rhiannon weitergeht. Das Buch ist für jeden perfekt, der gerne einmal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte. Vor allem der Schluss hat mir bei diesem Buch besonders gefallen. Es ist auf keinem Fall so wie andere Liebesbücher und den Schluss hätte ich mir niemals so vorgestellt.

Zitat

» A,

und, wer bist du heute?

Was für eine komische Frage. Aber sie hat wohl ihren Sinn. Wenn von dem Ganzen überhaupt irgendwas einen Sinn hat.«

Fazit
Dieses Buch hat mich sehr stark zum Nachdenken angeregt, denn ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, in As Haut zu stecken. Jeden Tag in einem anderen Körper aufzuwachen und keine eigene Familie zuhaben, keine Freunde denen man sich anvertrauen kann, oder einfach einen Ort, den man zu Hause nennen und sich dort wohlfühlen kann. Noch dazu muss A mit den Problemen der Personen auskommen, dessen Körper man für einen Tag hat und das waren oftmals sehr große Probleme wie Mobbing, Drogensucht oder schlimme Depressionen. Trotz alledem ist A so einfühlsam und achtet auf das Leben der anderen. So versucht er ihnen zu helfen, ohne dass diese etwas merken. Auch aus diesem Grund freue ich mich schon wahnsinnig auf Band 2, denn ich bin wirklich gespannt, wie diese Geschichte weitergehen wird und ob A es irgendwann schafft sein eigenes Leben zu führen. Und zwar nur mit seinen eigenen Sorgen und nicht mit den Sorgen der Anderen. Ich hoffe natürlich, dass sich alles zum Guten wendet, ohne dass dabei einer anderen Person etwas Schlechtes passiert. Das einzig Negative an dem Buch war, dass, es sich ab und zu etwas gezogen hat, doch es wurde selbst da nicht langweilig. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch ...


5 von 5 Punkten



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Kommentarfrage

Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr jeden Tag ein anderes Leben leben müsstet?

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